Konfliktstufen nach Glasl

Friedrich Glasl stellt die Abwärtsspirale, entlang derer sich Konflikte entwickeln, in neun Stufen dar. Jeweils drei fasst er zu einer Ebene zusammen. Innerhalb der drei Stufen oder Ebenen ist die Qualität des Ergebnisses einer Konfliktlösung gleich (Vgl. Glasl 2004).

Die neun Stufen werden über ihre sichtbaren Symptome definiert und können uns helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen. Während auf den oberen Stufen noch das Konfliktgespräch und die Konfliktmoderation oft ausreichen, einen Konflikt dauerhaft beizulegen, beginnt bereits in auf der Win-Lose-Ebene das Einsatzgebiet der Mediation. Ist ein Konflikt bereits in der Lose-Lose-Ebene angelangt, kann Mediation nicht mehr eingesetzt werden, weil die Ergebnisoffenheit und Lösungsbereitschaft fehlt. Es können dann Wege gefunden werden, um den aktuellen Konflikt etwas zu verringern, die Gemüter etwas zu beruhigen, um wieder Interesse an Lösungen weg vom Scheitern zu schaffen. Dann kann auch wieder Mediation eingesetzt werden.

KonfliktGlasl

Abb.: Konfliktstufen nach Glasl aus Vigenschow/Schneider/Meyrose 2010

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